Mulde mieten: Grössen, Kosten und Bewilligung in Zürich, Bern und Basel

Eine Mulde mieten Sie je nach Menge von der Mini-Mulde mit 1 bis 3 m³ bis zum Container mit 40 m³. Bezahlt werden Transport, Miete und Entsorgung nach Gewicht – sortiert ist deutlich günstiger. Auf öffentlichem Grund braucht die Mulde eine Bewilligung, in Zürich mindestens vier Wochen im Voraus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mulden gibt es von der Mini-Mulde mit 1 bis 3 m³ über Absetzmulden mit 4 bis 10 m³ bis zum Abrollcontainer mit 40 m³.
  • Bezahlt werden Transport, Miete und Entsorgung nach Gewicht. Eine Deponie verlangt zum Beispiel CHF 130 pro Tonne für mineralische Bauabfälle (exkl. MWST, Stand Januar 2026).
  • Sortieren spart: Am Entsorgungshof der Stadt Bern kostet unsortierter Abfall CHF 0.55 pro kg, brennbares Sperrgut CHF 0.25.
  • Auf öffentlichem Grund braucht es eine Bewilligung: in Zürich mindestens 4 Wochen, in Bern 2 Wochen im Voraus. In Basel-Stadt genügt bis 10 m² und 20 Tage eine Meldung.
  • Asbest gehört nie in die Mulde. Vor dem Umbau eines Gebäudes, das vor 1990 erstellt wurde, klären Sie Asbest ab (Suva).

Mulde mieten: Typen und Grössen

Wer eine Mulde mieten will, wählt zuerst Typ und Volumen. Entscheidend sind Menge und Gewicht des Abfalls und der Platz vor dem Haus. Muldendienste unterscheiden kleine Absetzmulden, die ein Lastwagen auf den Boden stellt, und Abrollcontainer für grosse Mengen. Die Masse unterscheiden sich je nach Anbieter; die Tabelle zeigt ein Beispiel.

Muldentypen und Masse (Beispiel eines Anbieters, Stand September 2026)
TypVolumenMasse L × B × HHinweis
Mini-Mulde2 oder 3 m³2.10 × 1.50 × 1.10 m (2 m³)kleinste Grösse
Standardmulde «Schiffli»4 oder 6 m³3.50 × 1.60 × 0.95 m (4 m³)niedrige Wände
Sperrgutmulde7 oder 10 m³3.50 × 1.60 × 1.60 m (7 m³)hohe Wände
Deckelmulde6 oder 7 m³3.60 × 1.60 mmit Deckel
Abrollcontainer10, 20 oder 40 m³je nach Modellfür Grossmengen

Quelle: Paprec Schweiz / Rewag Oftringen, Mulden- und Containerservice (Stand September 2026); Paprec Schweiz, Muldenservice (Stand Mai 2026). Masse ohne Abschrankung; andere Anbieter haben andere Modelle.

Kleinmulde mieten oder Big Bag?

Eine Kleinmulde mieten lohnt sich, wenn wenig Material anfällt und der Platz knapp ist: Die Mini-Mulde mit 2 m³ braucht rund 2.1 × 1.5 m. Noch weniger Platz braucht ein Big Bag, ein robuster Tragsack aus Kunststoffgewebe, den der Entsorger mit dem Kranwagen abholt. Fragen Sie nach dem Preis pro Sack inklusive Abholung und Entsorgung. Paprec liefert Mulden laut eigener Angabe innerhalb von 24 Stunden oder zum Wunschtermin; auf öffentlichem Grund bestimmt aber die Bewilligungsfrist den frühesten Termin.

Mulde mieten Kosten: Transport, Miete und Entsorgung pro Tonne

Eine Offerte für eine Mulde besteht aus drei Teilen: Transport (Stellen und Abholen), Miete für die Standzeit und Entsorgung, die nach Gewicht und Material abgerechnet wird. Beim Anbieter Paprec/Rewag werden die angelieferten Materialien gewogen und sortiert. Preise für Transport und Miete nennen grosse Anbieter wie Paprec auf ihrer Website nicht, sie stehen erst in der Offerte. Gut vergleichen lässt sich dagegen der Entsorgungspreis pro Tonne:

Entsorgung pro Tonne: Beispiele (Stand 2026)
MaterialAnlagePreis
Mineralische Bauabfälle (Deponie Typ E)Deponie TeuftalCHF 130 pro t exkl. MWST
Bauabfälle aus VerbundstoffenDeponie TeuftalCHF 160 pro t exkl. MWST
Unbrennbares SperrgutEntsorgungshöfe Stadt BernCHF 200 pro t (CHF 0.20/kg)
Brennbares SperrgutEntsorgungshöfe Stadt BernCHF 250 pro t (CHF 0.25/kg)
GrüngutEntsorgungshöfe Stadt BernCHF 200 pro t (CHF 0.20/kg)
Unsortierte AbfälleEntsorgungshöfe Stadt BernCHF 550 pro t (CHF 0.55/kg)

Quelle: Deponie Teuftal AG, Preisliste gültig ab 1. Januar 2026 (exkl. MWST, Mindestgebühr CHF 23.15, Asbest wird nicht angenommen); Stadt Bern, Tarife Entsorgungshöfe gültig ab 1. Oktober 2026 (inkl. MWST, Selbstanlieferung durch Einwohnerinnen und Einwohner). Transport und Miete einer Mulde sind nicht enthalten.

Beispielrechnung: Bei einer Kellerräumung fallen 2 Tonnen Abfall an. Unsortiert kostet die Entsorgung zum Berner Tarif 2'000 kg × CHF 0.55 = CHF 1'100. Getrennt in 1.5 t brennbares und 0.5 t unbrennbares Sperrgut sind es 1'500 × CHF 0.25 + 500 × CHF 0.20 = CHF 475. Sortieren spart hier CHF 625. Prüfen Sie aber, ob eine zweite Mulde mehr Transport kostet, als Sie bei der Entsorgung sparen.

Diese Punkte gehören in jede Offerte, damit Sie vergleichen können:

  • Typ, Volumen und Masse der Mulde – passt sie auf den vorgesehenen Platz?
  • Transportpreis für Stellen und Abholen, allfällige Wartezeiten
  • Inbegriffene Miettage und Preis pro zusätzlichem Tag
  • Entsorgungspreis pro Tonne je Material und Wägeschein
  • Zuschläge für Nachsortieren oder Überladen
  • Wer Bewilligung und Signalisation auf öffentlichem Grund beantragt und bezahlt
  • Preise inklusive oder exklusive MWST

Ob sich eine Mulde lohnt oder eine Firma günstiger räumt, die alles trägt, zeigt der Ratgeber Wohnungsräumung: Kosten.

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Richtig befüllen: Was in welche Mulde darf

Als typische Muldeninhalte nennt Paprec Holz, Bauschutt, Baumischabfall, Erdaushub und Grünschnitt. Je sortenreiner die Mulde, desto tiefer der Preis pro Tonne – die Tabelle oben zeigt den Unterschied. Bei einem grösseren Umbau oder einer Hausräumung lohnt es sich, Holz, Metall und mineralischen Bauschutt von Anfang an zu trennen. Laden Sie die Mulde nur bis zum Rand und verteilen Sie schweres Material gleichmässig.

Nicht in die Mulde gehören:

  • Asbesthaltige Materialien: Die Deponie Teuftal nimmt weder schwach noch fest gebundenen Asbest an.
  • Farben, Lösungsmittel, Spraydosen und Chemikalien: Wie Sie diese abgeben, steht im Ratgeber Sonderabfall entsorgen.
  • Elektrogeräte, Batterien und Lampen: Händler und Sammelstellen nehmen sie gratis zurück, siehe Elektroschrott entsorgen.

Mulde mieten in Zürich, Bern und Basel: Bewilligung auf öffentlichem Grund

Steht die Mulde auf Ihrem Vorplatz oder in der Einfahrt, braucht es keine Bewilligung für öffentlichen Grund; in Mietliegenschaften fragen Sie die Verwaltung. Auf Strasse, Trottoir oder öffentlichem Parkfeld ist dagegen eine Bewilligung der Stadt nötig. Fristen und Gebühren unterscheiden sich stark:

Mulde in Zürich

Zuständig ist die Fachgruppe Bewilligung Gewerbe der Stadtpolizei. Das «Gesuch um Benutzung des öffentlichen Grundes für Bauzwecke» muss mindestens vier Wochen vor der Installation eintreffen. Bewilligt wird nur, wenn kein Privatgrund zur Verfügung steht. Die Gebühren setzen sich aus Bewilligungs-, Benutzungs-, Schreib-, Kopier- und Versandgebühren zusammen. Die Fläche darf nicht zum Parkieren benutzt werden. Baustelleninstallationen, Stadt Zürich

Mulde in Bern

Zuständig ist Tiefbau Stadt Bern. Die Bauherrschaft reicht das «Gesuch Installationsplatz» mit Situationsplan mindestens zwei Wochen vor Installationsbeginn ein; die Fläche gibt es gegen eine Gebühr. Mulden stehen innerhalb der Abschrankung auf einer geeigneten Unterlage. Bei Dunkelheit muss die Installation beleuchtet und während der ganzen Nutzung mit Parkverbot signalisiert sein. Formulare Tiefbau, Stadt Bern

Mulde in Basel-Stadt

Zuständig ist die Allmendverwaltung. Bauinstallationen bis 10 m² und höchstens 20 Tage sind nur meldepflichtig und gebührenfrei (Riehen: höchstens 10 Tage). Die Meldung geht spätestens 10 Arbeitstage vorher über das Online-Formular «Kleinstnutzung» ein. Grössere oder längere Installationen brauchen eine gebührenpflichtige Bewilligung, beantragt mindestens zwei Wochen vorher. Mulden gehören grundsätzlich auf markierte Parkflächen, abgeschrankt und nachts beleuchtet. Auf dem Trottoir müssen 1.50 m Durchgang frei bleiben, in stark begangenen Zonen 2 m. Bauen und Installieren im öffentlichen Raum, Basel-Stadt

Andere Städte und Gemeinden

Fragen Sie beim Tiefbauamt oder bei der Stadt- bzw. Gemeindepolizei nach Frist und Gebühr, und klären Sie mit dem Muldendienst, wer das Gesuch stellt. Zur Grösse: Die Mini-Mulde mit 2 m³ belegt rund 3 m², die 7-m³-Sperrgutmulde rund 5.6 m² (ohne Abschrankung). Für den Zügelwagen gelten eigene Regeln, siehe Halteverbot beim Umzug. Wer Räumung und Zügeltermin kombiniert, findet Anbieter bei Umzugsfirmen in Zürich, Umzugsfirmen in der Stadt Bern und Umzugsfirmen in Basel.

Bauschutt entsorgen: Entsorgungshof, Big Bag oder Mulde

Wie Sie Bauschutt entsorgen, hängt von der Menge ab. Kleine Mengen bringen Sie selbst zum Entsorgungs- oder Recyclinghof. Die Stadt Bern führt Bauschutt im Entsorgungs-ABC unter Sperrgut; unbrennbares Sperrgut kostet am Entsorgungshof CHF 0.20 pro kg. Für einige hundert Kilo aus einem Badumbau ist ein Big Bag praktisch, ab mehreren Kubikmetern die Mulde. Halten Sie mineralischen Bauschutt wie Beton, Ziegel und Keramik getrennt von Holz, Metall und Kunststoff: Die Deponie Teuftal nimmt mineralische Bauabfälle nur mit höchstens 5 % organischem Kohlenstoff (TOC400) an.

Asbestabklärung bei Gebäuden vor 1990

Rund drei Viertel aller Gebäude in der Schweiz sind vor dem Asbestverbot von 1990 entstanden (Suva). Bei solchen Gebäuden empfiehlt die Suva vor Umbau, Renovation, Unterhalt oder Abbruch eine Asbestabklärung, auch bei kleinen Arbeiten wie neuen Badplatten. Die Pflicht, Schadstoffe vorab zu ermitteln, ergibt sich aus Art. 16 VVEA und Art. 3 BauAV – auch bei Arbeiten ohne Baubewilligung. Bei Verdacht auf Schadstoffe oder mehr als 200 m³ Bauabfällen ist zudem ein Entsorgungskonzept Pflicht.

Asbestsanierungen gehören zu Unternehmen, die von der Suva anerkannt sind. Asbestabfälle werden staubdicht verpackt, zum Beispiel in Big Bags oder PE-Säcken mit dem Warnhinweis «Achtung, enthält Asbest», und gehen nur an bewilligte Anlagen.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Mulde zu mieten?

Das hängt von Transport, Mietdauer, Menge und Material ab. Allein die Entsorgung kostet in unseren Beispielen zwischen CHF 130 pro Tonne (mineralische Bauabfälle, Deponie, exkl. MWST) und CHF 550 pro Tonne (unsortiert, Entsorgungshof Bern, inkl. MWST). Verlangen Sie Offerten mit getrennten Positionen.

Brauche ich für eine Mulde vor dem Haus eine Bewilligung?

Nur wenn sie auf öffentlichem Grund steht, also auf Strasse, Trottoir oder öffentlichem Parkfeld. Auf privatem Grund genügt das Einverständnis der Eigentümerschaft. Die Fristen reichen von 10 Arbeitstagen für eine Meldung in Basel-Stadt bis vier Wochen in Zürich.

Wie lange darf eine Mulde stehen bleiben?

Auf privatem Grund regelt das der Vertrag mit dem Muldendienst; fragen Sie, was jeder zusätzliche Tag kostet. Auf öffentlichem Grund gilt die Bewilligung. In Basel-Stadt ist eine kleine Installation bis 20 Tage gebührenfrei, danach braucht es eine Bewilligung.

Quellen

Stand der Angaben: Oktober 2026. Entsorgungstarife, Fristen und Gebühren können sich ändern; massgebend sind die Offerte des Muldendienstes und die Bewilligung der zuständigen Stelle Ihrer Gemeinde.

Hinweis: Preise und Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr und keine Rechtsberatung. Massgebend sind Offerte, Vertrag, AGB und die Auskunft der zuständigen Stelle.

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